Palmöl industrielles Gold und Klimazerstörer / Palm oil: industrial gold and climate destroyer

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Bis heute bin ich geschockt über die ersten Bilder der Rodungen für Palmöl, die ich online gesehen hatte. Das Bild, wie der Orang-Utan sich versucht gegen die Monster artigen Maschinen und Menschen zu wehren, um seine Heimat und seine Familie zu verteidigen. Ich war schockiert, wütend und traurig. Das war für mich persönlich der Tag, an dem ich meinen Konsum ernsthaft hinterfragt habe.

Betrachten wir erst einmal die Pflanze genauer. Was macht denn die Ölpalme (Elaeis guineensis) so attraktiv? Das besondere an dieser Palmenart sind ihre reichen Fruchtstände mit Früchten, die eine sehr hohe Ölkonzentration haben. Das heißt im Detail, das Fruchtfleisch hat 45-50 % Ölgehalt. Ein Fruchtstand oder Bündel hat bis zu 4000 Eiförmige Früchte, die 3-5 cm lang sein können. Im Jahr kann man 5-15 Fruchtbündel ernten und natürlich ist die Ernte ganzjährig möglich.

Diese tropische Palmenart stammt ursprünglich aus Westafrika. Sie wird in Plantagen angebaut und extra dafür wird platz geschaffen(tropischer Regenwald gerodet). Angepflanzt wird sie in Monokulturen und richtet somit massiven schaden an. Wie ihr mit Sicherheit wisst, ist Palmöl in unserem leben allgegenwärtig.

Warum brauchen wir so viel Palmöl?

Davon abgesehen, dass Palmöl einen extrem hohen Jahresertrag besitzt, vereinigt sie viele positive Eigenschaften. Sie ist geschmacksneutral, was sich natürlich für die Lebensmittelindustrie hervorragend eignet. Palmöl weist bei Zimmertemperatur eine feste Konsistenz auf, das bedeutet, dass es nicht chemisch gehärtet werden muss. Dazu kommt, dass es hitzestabil ist, lange haltbar und es macht Lebensmittel besonders streichbar. Diese Eigenschaften führen dazu, das Palmöl in unserem Leben allgegenwärtig ist.

Es erschreckt einen immer wieder, in wie vielen Produkten dieses zerstörerische Öl ist.

Weltweit werden 72 % des Palmöls für Lebensmittel verwendet, das sind ca. 51,42 Millionen Tonnen Palmöl, die wir nicht brauchen. Dieser Anteil kann massiv gesenkt werden, wenn wir geschlossen zusammenstehen und NEIN zu Produkten mit Palmöl sagen.

Seitdem ich die Bilder der Rodungen gesehen habe, drehe ich jedes Produkt, um das ich kaufen möchte und lese, was drinnen ist. Die Zahlen in der Grafik verwundern mich allerdings nicht, es wird immer schwieriger, Produkte ohne Palmöl zu finden. Egal ob Bio oder nicht. Darüber hinaus findet man dafür auch Produkte, die damit werben, kein Palmöl zu verwenden.


Was können wir tun, um das zu ändern?

Ich weiß, die zahlen erschlagen einen und man fühlt sich schnell machtlos. Das sind wir aber nicht, denn wir sind die Konsumenten! Wir müssen lernen, Nein zu sagen, auch wenn es erst einmal schmerzt(bei der Lieblingsschokolade). Ich persönlich habe vor über 8 Jahren damit angefangen, stück für stück die Nahrungsmittel nicht mehr zu nutzen, die Palmöl enthalten.

Das heißt:

1. Ich lese die Zutatenliste von jedem Produkt, um zu sehen, was verarbeitet ist.

2. Wenn es ein Produkt trifft, das ich mag, schaue ich mich nach einer Alternative um, die auch ohne funktioniert. Meiner Erfahrung nach schmecken sie meistens um Längen besser!

3. Ich recherchiere, wie ich dem Produkt durch selber machen, entgehen kann und trotzdem den Genuss habe. Das positive ist, ich mache immer zu viel und habe oft ein kleines Präsent für Freunde oder Familie.

Warum ich das mache? Jede Veränderung, ob groß oder klein, fängt bei uns selbst an. Wir dürfen nicht vergessen, das wir eine Stimme haben und NEIN sagen können.

#NeinDanke ich will kein Palmöl in meiner Nahrung!

Natürlich ist mir bewusst, dass es noch mehr Gründe gibt, für die der tropische Regenwald gerodet wird. In naher Zukunft werde ich auch auf diese eingehen, seid gespannt.


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To this day I am still shocked by the first pictures of palm oil clearings I saw online. The picture of the orangutan trying to defend itself against the monster-like machines and humans in order to defend its home and family. I was shocked, angry and sad. For me personally, this was the day when I started seriously questioning my consumption.

Let's start by taking a closer look at the plant. What makes the oil palm (Elaeis guineensis) so attractive? The special thing about this type of palm is its rich infructescence (fruiting head), which fruits have a very high concentration of oil. To be more specific, this means that the juice vesicles contain 45-50% oil. One fruiting head or bunch of fruit has up to 4000 egg-shaped fruits, which can be up to 3-5 cm long. It is possible to harvest 5-15 bunches of fruit per year and, of course, harvesting is possible all year round.

This tropical palm species is native to West Africa. It is cultivated in plantations and space is created especially for it (tropical rainforest is dug up). It is planted in monocultures and thus causes massive damage. As you surely know, palm oil is omnipresent in our lives.

Why do we need so much palm oil?

Apart from the fact that it has an extremely high annual yield, it has many positive qualities. It is tasteless, which of course makes it ideal for the food industry. Palm oil has a firm consistency at room temperature, which means that it does not need to be chemically hardened. In addition, it is heat stable, it has a long preservation time and makes food particularly spreadable. These properties lead to palm oil being omnipresent in our lives.

Global use of palm oil  2020

 

It is always frightening to see how many products contain this destructive oil.

Worldwide, 72% of palm oil is used for food, which is about 51.42 million tonnes of palm oil that we do not need. This share can be massively reduced if we stand together and say NO to products containing palm oil.

Ever since I saw the pictures of the clearings, I have been turning around every product I want to buy and reading the ingredients. In any case, the figures in the graph do not surprise me. It is becoming increasingly difficult to find products without palm oil. Whether organic or not. Moreover, you can also find products that advertise not using palm oil.

What can we do to change that?

I know these numbers knock us out and we quickly feel powerless. But we are not, because we are the consumers! We must learn to say No, even if it hurts at first (our beloved chocolate). I personally began over 8 years ago to stop buying food containing palm oil, one step at a time.

This means:

  1. I read the list of ingredients of each product to see what is processed.
  2. If it is a product that I really like, I look for an alternative without palm oil in it. In my experience, they usually taste much better!
  3. I research how to make the product by myself, so that I can avoid the moral problem and still enjoy the flavours.  The positive thing is, I always make too much and often have a little present for friends or family.

Why do I do this? Every change, big or small, starts within ourselves. We must not forget that we have a voice and can say NO.

 

#NoThanks I don't want palm oil in my food

 

Needless to say, I am aware that there are even more reasons for the tropical rainforest being cut down. In the near future I will also be talking about them, be prepared!

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