Ozon - der unsichtbare Beschützer

Seit Jahren wird in Europa heftig um das Thema der allmählichen Erderwärmung diskutiert. In naher Zukunft sollen Flüsse ausgetrocknet, Gletscher komplett geschmolzen und viele Tierarten vom Aussterben bedroht sein. Aber was hat das denn mit mir zu tun?

Die Frage des - Warum sollte genau ich etwas tun? – ist berechtigt. Genau aus diesem Grund solltest du weiterlesen.

In diesem Artikel geht es um die langsame Ausdünnung der Ozonschicht. Die Ozonschicht entsteht in der unteren Stratosphäre aus Luftsauerstoff. Dessen Moleküle werden von dem UV-C Licht der Sonne gespalten und verbinden sich sofort mit Sauerstoff (O2 zu O3). Ozon absorbiert das energiereiche UV-C (zu 100%) und UV-B (zu 95%) Licht, bevor es in die Erdatmosphäre eindringen kann. So bildet die Ozonschicht einen schützenden Mantel um die Erde und reguliert die Grundtemperatur. Sie reflektiert Infrarotstrahlung von der Erde und absorbiert Sonnenstrahlung. Die Erde wird nicht überhitzt und kühlt nicht zu stark aus. Die Ozonschicht beginnt in einer Höhe zwischen 15 – 25 km über der Erde und ist rund 50 km stark. Über einigen Regionen der Erde dünnt sie stärker aus als in anderen Regionen. So ist sie oberhalb des Nordpols mittlerweile so „dünn“, dass Experten von einem Ozonloch sprechen. Innerhalb dieser dünnen Schicht wird kaum noch das „gefährliche“ UVB-Licht aus der Atmosphäre gefiltert und kann so ungehindert (fast 100%) auf die Erdoberfläche auftreffen.

Kurz zusammengefasst: Ozon ist ein Spurengas das die Erde wie einen Gürtel umgibt. Es schützt alle Lebewesen und Pflanzen vor zu viel UV-C und UV-B Strahlung und sorgt für eine gemäßigte Temperatur auf der Erde.

Der Klimawandel bewirkt, dass die Ozonschicht immer weiter ausdünnt. Abgase und andere Treibhausgase schwächen die Ozonschicht täglich. Das hat zur Folge, dass immer mehr Sonnenstrahlung ungefiltert bis auf die Oberfläche der Erde gelangt.

UV A, B und C, wo ist da der Unterschied?

Die Sonnenstrahlung besteht aus dem, für das Auge sichtbaren Licht (380–780 nm), Infrarotlicht (Wärme/ 780 nm-1 mm) und Ultraviolettlicht (energiereich/ 100–380 nm) und noch anderen Teilchen (Teilchenstrahlung).

Die UV-Strahlung ist für den Menschen weder sichtbar noch mit anderen Sinnen spürbar:

- UV-A Strahlung hat einen Wellenlängenbereich zwischen 400 – 315nm (langwellig)

- UV-B Strahlung hat einen Wellenlängenbereich zwischen 315 – 280nm

-  UV-C Strahlung hat einen Wellenlängenbereich zwischen 280 – 100nm (kurzwellig)

Normalerweise wird die kurzwellige UVC Strahlung von der oberen Erdatmosphärenschicht komplett rausgefiltert, sodass diese Strahlung die Erdoberfläche nicht mehr erreicht. UVB Strahlung wird in Abhängigkeit der Ozonschichtstärke bis zu 95% sicher abgeschirmt. Die langwellige UVA Strahlung trifft weitgehend ungehindert auf die Erdoberfläche. In Abhängigkeit von der Tages- und Jahreszeit ist die Intensität der Sonnenstrahlung unterschiedlich. Aufgrund der Energieladung der UV-Strahlung hat jede dieser drei Arten eine andere Auswirkung auf die Tier- und Pflanzenwelt.

Auswirkungen auf den menschlichen Körper:

Das langwellige UVA Licht dringt viel tiefer in die Hautschichten ein als das UVC Licht. UVA-Licht ist somit energiereicher und kann bis zu dem Unterhautfettgewebe in die Haut eindringen und führt da schneller zur Hautalterung (elastische Hautfasern nehmen ab). Die Haut wirft „Falten“. Die Auswirkungen von UVA-Licht sind nicht sofort spürbar. Aktuell ist UVA viel mehr im Verdacht Hautkrebs auszulösen als UVB Strahlung.

UVB-Licht ist kurzwelliger und dringt nicht so tief in die Hautschichten ein. Es schädigt bei zu viel Exposition sofort die Haut und löst den unliebsamen „Sonnenbrand“ aus. Pigmentierungen in der Haut (Leberflecke, typbedingte dunklere Haut) sind an diesen Stellen vor dieser Strahlung besser geschützt. Sehr helle Hauttypen bekommen sehr schnell einen Sonnenbrand. Ebenso fungieren die Wolken beispielsweise als natürlicher Sonnenschutz.

Achte beim Kauf einer Sonnencreme auf den Schutz gegen UVA und UVB (UVA ist eingekreist auf dem Etikett).

Die Haut vergisst nicht. Viele Sonnenbrände erhöhen die Wahrscheinlichkeit von irreversiblen Sonnenschäden exponentiell. Das Hautkrebsrisiko ist gesteigert und die Haut altert viel schneller. Heller/Weißer Hautkrebs ist oft an sonnenexponierten Stellen, wie dem Gesicht, der Stirn und der Unterlippe zu finden und steht im direkten Zusammenhang mit der Intensität und Dauer der exponierten Sonnenstrahlung.

Nimmt nun die Ozonschicht weiter ab, dann hat jeder Millimeter einen Temperatur- und auch Strahlungsanstieg zur Folge. Die direkten Auswirkungen auf die Menschen sind schon heute deutlich spürbar. Von 2010 – 2015 gab es laut n-tv einen Anstieg der Hautkrebserkrankten um 17 %. Mittlerweile sind auch Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt sichtbar. Es gibt immer größere Dürreperioden, selbst in Deutschland sind viele Wälder von der Waldbrandgefahr ganzjährig bedroht. Hinter dieser Gefahr steht ein ausgetrockneter und ausgezehrter Wald, der kaum noch Wasserspeicher für sich und die dort lebenden Tiere vorzuweisen hat. Es gibt unzählige kleine Bächlein, die seit vielen Jahren vertrocknet sind. Auf der anderen Seite führt das Abschmelzen der Eisschilde in Grönland, der Arktis und Antarktis zum Anstieg des Meeresspiegels. Das wiederum droht Küstenregionen im Meer zu versinken. Die Liste der Auswirkungen kann viele Seiten füllen und würde diesen Rahmen sprengen.

Was kann ich tun?

Schon kleine Veränderungen haben in der Masse einen großen Effekt. Wenn beispielsweise 1000 Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder kurze Wege zu Fuß erledigen, so sparen diese bei geschätzten 5km Weg über 500l Benzin (rund 10l Benzinverbrauch auf 100km Strecke gerechnet). Nimmt jeder 5. Einwohner in einer mittelgroßen Stadt mit 100.000 Einwohnern einen Stoffbeutel zum Einkaufen, so werden 20.000 Plastetüten gespart.

Versuche mit kleinen Veränderungen ein Bewusstsein für deine Umwelt zu schaffen.

Wir wollen die Welt unseren Kindern übergeben, aus diesem Grunde sollten wir sie so behandeln wie wir behandelt werden wollen. Selbst das fachgerechte Entsorgen von Müll ist ein Schritt für eine Nachhaltige Zukunft.

Kleiner Ausblick auf unser Unternehmen:

Wir wollen Kreisläufe schaffen. Was wir im Kleinen beginnen, soll irgendwann als große Bewegung spürbar sein. Unsere Armbänder sollen nach ihrem „Leben“ bei dir, in unsere Hände zurückwandern. Wir gestalten neue Armbänder daraus oder recyceln den Rest. Danach können sich andere an schönen neu designten „Luxusartikeln“ erfreuen. Jeder Kauf soll direkt eine Wirkung haben, deswegen gehen unsere Gewinne zurück in den Kreislauf und schützen deutschen Wald, helfen uns neue Ideen umzusetzen und dienen dem „noch“ Experiment einen in sich geschlossene Kreislauf zu schaffen.

 

 

 

Quellen:

www.welthungerhilfe.de

www.bfs.de

www.haut.de